Wann macht der Wechsel zu einem neuen Gasanbieter Sinn?

Es gibt Rechnungen, die werden über Jahre immer wieder gezahlt und weil diese mit schöner Regelmäßigkeit abgebucht werden, vergessen viele Haushalte diese kritisch zu hinterfragen. Gemeint ist die monatliche Abbuchung für den Gasanbieter! Traditionell sind noch viele Haushalte bei ihrem regionalen Versorger, teils weil sie glauben so sei die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet und teils aber auch aus Bequemlichkeit. Dabei kann der Wechsel zu einem anderen Anbieter schnell zu spürbaren Entlastungen führen.

Den Gasanbieter wechseln – so geht’s einfach

Für einen Wechsel des Anbieters werden nicht viele Informationen benötigt. Ein Blick in die letzte Jahresabrechnung zeigt die Kosten, die in den Regel in einen Grundpreis und einen Arbeitspreis unterteilt sind. Dort ist auch der letzte Jahresverbrauch erkennbar. Auf einem der bekannten Internetportale lässt sich nunmehr mit diesen Angaben problemlos ein Preisvergleich durchführen. Innerhalb kürzester Zeit werden dem Verbraucher jetzt eine Reihe von Gastarifen angezeigt. Wer möchte, der kann dabei auch nach regionalen Anbietern unterscheiden, grundsätzlich ist es aber nicht notwendig, dass das Gas auch von einem regionalen Anbieter geliefert wird.

Bei den Tarifen genauer hinschauen.

Gasproduktion auf dem LandWer den Gasanbieter wechseln will, der sollte auf ein paar Kleinigkeiten achten. So locken eine Reihe von Anbietern mit besonders hohen Einmalboni, die den Gaspreis natürlich niedriger erscheinen lassen. Nach Abzug des Bonus sind die Kosten allerdings dann in den Folgejahren deutlich höher und der auf den ersten Blick so günstige Tarif ist dann umso teurer. Gute Vergleichsportale bieten dabei die Möglichkeit Einmalboni bei der Suche auszuschließen und auf diese Weise eine transparente Tarifdarstellung zu erhalten. Aber nicht nur bei den Boni gilt es genauer hinzuschauen. Auch bei den Vertragslaufzeiten gibt es Unterschiede. Die Mehrheit der Tarife laufen zwar für den Zeitraum von 12 Monaten – aber Tarife mit einer längeren Laufzeit werden weiterhin angeboten. Wer bei einem solchen Tarif zuschlägt und dann nach 24 Monaten die Kündigung verpasst, der zahlt unter Umständen deutlich mehr Geld.

Wie schwierig ist es den Gasanbieter zu wechseln?

Wer sich für einen Tarif entschieden hat, der wird automatisch auf die Seite seines neuen Anbieters weitergeleitet. Dort liegt in elektronischer Form ein Antragsformular vor, dass problemlos online ausgefüllt werden kann. Der neue Anbieter übernimmt dann auch die Kündigung beim alten Gasanbieter. Als Verbraucher spürt man den Wechsel des Anbieters überhaupt nicht. Weder muss jemand in die Wohnung um den Zähler abzulesen, noch muss sogar den Zähler umgebaut werden.

Was passiert, wenn mal was schief geht?

Natürlich kann immer mal etwas nicht reibungslos funktionieren. In diesem Fall muss der Verbraucher aber nicht befürchten, dass die Gaszufuhr mitten im Winter unterbrochen wird. Vielmehr sind die örtlichen Regional-Versorger dann verpflichtet die Versorgung zu übernehmen. Für Verbraucher gibt es also keine Gründe mehr, nicht direkt einen Vergleich des eigenen Gasanbieters vorzunehmen.